GLP-1-Rezeptoragonisten: potenzielle psychiatrische Risiken und klinische Implikationen


Georgios Schoretsanitis, Ulrich Egermann und Stefan Weiler, Zürich

Die rasante Verbreitung von Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1)-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Liraglutid hat die Adipositas-Therapie in den letzten Jahren grundlegend verändert. Ursprünglich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt, werden sie aufgrund ihrer gewichtsreduzierenden Eigenschaften zunehmend auch als Lifestyle-Medikamente eingesetzt. Aktuelle Untersuchungen und Warnungen rücken jedoch potenzielle Nebenwirkungen wie suizidale Gedanken in den Fokus und haben eine umfassende Prüfung durch globale Gesundheitsbehörden angestoßen. Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in JAMA Network Open, zeigt ein überproportional erhöhtes Risiko für suizidale Gedanken bei der Anwendung von Semaglutid. Dieses Risiko blieb signifikant, selbst im Vergleich zu anderen Medikamenten wie Dapagliflozin und Metformin. Besonders ausgeprägt war das Risiko bei Personen, die gleichzeitig Antidepressiva oder Benzodiazepine einnahmen. Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an weiteren Untersuchungen, um den Zusammenhang zwischen Semaglutid und suizidalen Gedanken besser zu verstehen.
Schlüsselwörter Semaglutid, Suizidalität, Adipositas, Antidepressiva, GLP-1-Rezeptoragonisten
Psychopharmakotherapie 2025;32:63–6.

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